Startseite/Blog/Industry Insights

Interview mit Yorck Fritzsche über die Zukunft der Zollabwicklung und die Zusammenarbeit mit Digicust

VonBernhard Klug
Aktualisiert: July 29, 20258 min read

Heute sprechen wir mit Yorck Fritzsche, geschäftsführender Gesellschafter der Customs24 Gruppe. Yorck ist seit fast 40 Jahren in der Zollbranche aktiv und hat in den letzten Jahren die Digitalisierung der Zollprozesse maßgeblich vorangetrieben. Im Interview teilt er seine Vision zur Zukunft des Zolls, Herausforderungen der Automatisierung und warum er sich für die Dexter IDP-Lösung von Digicust entschieden hat.

Zur Person: Yorck Fritzsche

Digicust: Yorck, können Sie sich kurz vorstellen und etwas zu Ihrem Hintergrund sagen?

Yorck Fritzsche: Ich bin seit knapp 40 Jahren im Zollbereich tätig und seit 35 Jahren Geschäftsführer verschiedener Zollagenturen in Deutschland und Österreich. Heute leite ich customs24, eine Gruppe spezialisierter Unternehmen mit über 30 Mitarbeitern, die Zollabwicklungen für die Türkei, England und Überseegeschäfte durchführt. Aktuell planen wir zudem die Gründung einer neuen Auslandsgesellschaft.

Die Entscheidung für Dexter IDP

Digicust: Warum haben Sie sich für die Dexter IDP-Lösung von Digicust entschieden?

Yorck Fritzsche: Wir beschäftigen uns schon lange intensiv mit dem Thema Digitalisierung. Anfang 2023 haben wir uns für Dexter IDP von Digicust entschieden, da uns die Software durch ihre hohe Qualität und Effizienz überzeugt hat. Besonders bei Sammelladungen konnten wir die Bearbeitungszeiten erheblich verkürzen. Dexter automatisiert viele zuvor manuelle Prozesse wie das Einlesen von Stückzahlen, Gewichten und Tarifnummern und erhöht die Effizienz unserer Teams um gut 30%.

Konkrete Problemlösungen durch Automatisierung

Digicust: Welche Herausforderungen konnten Sie mit Dexter IDP konkret lösen?

Yorck Fritzsche: Unsere Mitarbeiter sparen enorm viel Zeit durch die automatische Verarbeitung und Fehlerprüfung der Dokumente. Früher mussten viele Daten manuell in Excel-Tabellen eingegeben und überprüft werden. Heute übernimmt Dexter diese Aufgaben größtenteils automatisch, was nicht nur die Effizienz steigert, sondern auch die Fehlerquote reduziert und somit unseren Kundenservice deutlich verbessert.

Entwicklung und Expansion der Dexter-Nutzung

Digicust: Wie hat sich die Nutzung von Dexter IDP in Ihrem Unternehmen seit der Einführung entwickelt?

Yorck Fritzsche: Wir haben ursprünglich mit Dexter im Bereich Import begonnen. Inzwischen nutzen wir die Software ebenfalls für Export- und Transitprozesse an allen unseren vier Standorten. Derzeit erfolgt die Umstellung auf die neueste Version von Dexter, und wir sind mit der laufenden Entwicklung und dem Support von Digicust sehr zufrieden.

Vision: Die Zukunft der Zollabwicklung

Digicust: Wie sehen Sie die Zukunft der Zollabwicklung angesichts zunehmender Automatisierung und Digitalisierung?

Yorck Fritzsche: Die Zollabwicklung wird sich dramatisch verändern. Durch zentrale Zollanmeldungen (CCI) wird ein Zollagent in Zukunft Zollanmeldungen für ganz Europa bearbeiten können. Traditionelle Zollagenten, die auf persönliche Anwesenheit angewiesen sind, werden langfristig nicht wettbewerbsfähig bleiben. Stattdessen werden digitalisierte Prozesse den Markt dominieren. Zollagenten werden in der Lage sein müssen, Compliance-konforme und automatisierte Lösungen anzubieten.

Automatisierung als Schlüssel zum Erfolg

Digicust: Welche Rolle spielt Automatisierung in diesem Transformationsprozess?

Yorck Fritzsche: Automatisierung ist entscheidend. Sie erhöht nicht nur unsere Kosteneffizienz, sondern auch die Qualität unserer Dienstleistungen. Zollagenten werden zunehmend zu digitalen Prozessmanagern. Die Digitalisierung ermöglicht, dass Mitarbeiter von überall aus arbeiten können, was gerade in Zeiten von Homeoffice eine enorme Erleichterung darstellt.

Marktbereitschaft für digitale Transformation

Digicust: Wie schätzen Sie die Bereitschaft der Unternehmen ein, auf automatisierte Prozesse umzusteigen?

Yorck Fritzsche: Große Konzerne gehen hier bereits schnell voran. Der Mittelstand folgt langsamer, oft aufgrund finanzieller Gründe, während kleinere Unternehmen noch zurückhaltend sind. Hier sehen wir eine große Aufgabe, die Vorteile und Notwendigkeit von Automatisierung deutlicher zu machen.

Zukunftswünsche und Weiterentwicklung

Digicust: Welche zusätzlichen Funktionen wünschen Sie sich künftig von Digicust?

Yorck Fritzsche: Wir wünschen uns perspektivisch ein integriertes Kommunikationsmodul und eine automatische Auftragsvergabe mit direkter Anbindung an Abrechnungssysteme. Unser Ziel ist es, alle Zollprozesse von A bis Z in Dexter abzubilden, um maximale Effizienz zu erreichen.

Persönliche Motivation und Vision

Digicust: Abschließend, was treibt Sie persönlich an, die Zollabwicklung zu revolutionieren?

Yorck Fritzsche: Meine Vision ist es, durch Digitalisierung die Zollabwicklung europaweit einheitlich, effizient und compliance-konform zu gestalten. Die Zusammenarbeit mit Digicust ist dabei ein wesentlicher Baustein, um weiterhin an der Spitze der Digitalisierung im Zollbereich zu stehen und unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Fazit: Partnerschaft für die digitale Zukunft

Das Gespräch mit Yorck Fritzsche zeigt eindrucksvoll, wie etablierte Zolldienstleister durch die Zusammenarbeit mit innovativen Technologieunternehmen wie Digicust ihre Zukunftsfähigkeit sichern können. Die 30%ige Effizienzsteigerung durch Dexter IDP ist nur der Anfang einer umfassenden digitalen Transformation, die die gesamte Zollbranche revolutionieren wird.

Vielen Dank für das spannende Gespräch, Yorck!


Über Customs24: Mehr Informationen über Yorck Fritzsche und sein Team finden Sie auf der Customs24 Website. Für direkte Kontaktaufnahme besuchen Sie die Kontaktseite mit allen Standorten und Ansprechpartnern.

Diesen Artikel teilen

Fanden Sie diesen Artikel hilfreich? Teilen Sie ihn mit Ihrem Netzwerk!